Sonntag, 30. Mai 2010, 23:03 - 23:45, Ö1
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KUNSTRADIO - RADIOKUNST


 


„... der Radio-Oper“ 

von Josef Klammer, Heimo Puschnigg und Albert Pall


Text: Albert Pall
Music: Heimo Puschnigg, Josef KLammer
Soprano: Barbara Pöltl
Bass: Josef Willhelm Pepper
Sound:  Norbert  Stadlhofer


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Das Radiostück „… der Radio-Oper“ ist eine szenisch-dramatische und musikalisch-literarische Auseinandersetzung mit dem Medium Radio und dem Entstehungsprozess dieser Radio-Oper.

Die gesamte Studiotechnik, wie Mikrophone, Kabel, Regieplatz, Kontrollleuchten, sowie alle beteiligten Personen und technischen Einrichtungen, die für den Weg des Signals vom Sender bis zum Empfänger erforderlich sind, werden zur Bühne und zum Ensemble der Radio-Oper. Auf dieser Bühne verweben sich die drei Ebenen Libretto, Musik und Gesang, Atmos und Bruitage.

Das Libretto der Radio-Oper erzählt nicht die Geschichte von Liebe, Tod und Teufel, sondern verdichtet die Beschreibung der Bühne, der agierenden Personen, der verwendeten Medien und deren Zeitläufe zum Hör-Stück.

Gesang und Instrumentalmusik der Radio-Oper, vorgetragen von einer Frauen- und einer Männerstimme, mit und ohne Instrumentalbegleitung, mit und ohne Atmos und Bruitagen, transportieren das Libretto.


Statement von Heimo Puschnigg:

Die grundlegende Struktur, der Kern der Musik ist eine zwölftönige. Jedes Ereignis steht in Bezug zum Ganzen, Vordergrund und Hintergrund bedingen einander, Zeiten und Abläufe, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft fallen zusammen.

Daraus entsteht das Veränderliche der Wandel zum Beispiel als Auseinandersetzung mit Strukturen des I-Ging. Es entstehen komponierte Elemente der Rede, des Dialogs und des
Kommentars.

Als drittes Element bestimmt die Improvisation, also die spontane kollektive Gemeinschaftskomposition im Augenblick, den dramatischen Ablauf.
Alle Strukturen verlaufen zugleich. Es wechseln die Ebenen.

Die beigelegten Noten „Rede und Choral“ und „Altjiras Gesang“ sind nicht Teil der Radiooper; sie weisen aber auf Grund ihrer Kompositionstechnik (Zwölftonstruktur-Ober/Untertöne, Zwölftonstruktur-I-Ging) auf das Projekt hin.

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