RE-INVENTING RADIO III


Stralsund. 29. - 31. Juli 2005


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Klausurtagung:

Radiokunst heute - RE-INVENTING RADIO III
Stralsund

29. - 31. Juli 2005

Thema: Radiokunst und Politik - Radiopolitik und Kunst Nicht erst mit dem Aufkommen freier Radios stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis organisatorische Verfasstheit, ökonomische Struktur und politisches Selbstverständnis eines Senders zu seinen künstlerischen Produktionen stehen.
Dass die Medienpolitik einer Gesellschaft bzw. eines Staates einen unmittelbaren Einfluss auf die jeweiligen Ausprägungen der Radiokunst hat, wird spätestens klar, wenn man z.B. die kanadische Radiokunst betrachtet. Innerhalb der dortigen Community Radios hat sich seit den 1970er Jahren Radio als ein ungewöhnlich kreativer Raum herauskristallisiert, der im internationalen Kunst-, Musik-, und Medienbereich grosse Anerkennung erfährt. Vergleichbares gilt für die Radioszenen in Grossbritannien, Finnland, Ungarn, den Niederlanden etc. Deutlich wirddabei auch, wie z.T. grundlegend sich die Radiokunstauffassungen der "etablierten Medien von denjenigen der "freien Radios" unterscheiden. Namentlich in Deutschland hat sich in jüngster Zeit gezeigt, dass Radiokultur und Radiokunst innerhalb der "freien Radio-Bewegung zu einem lebhaft diskutierten Politikum geworden ist.

In der Klausurtagung wollen sich die Teilnehmer über die unterschiedlichen Bedingungen austauschen, nach denen Kunst im Radio möglich gemacht werden kann, sich über die verschiedenen ästhetischen Prämissen und Resultate verständigen sowie über die vielfältigen politischen Dimensionen radiokünstlerischer Praxis und Praktiken.

Veranstalter:
Radio_Copernicus (http://www.radio-copernicus.org) in Zusammenarbeit mit Ö1 - Kunstradio und dem garage05-Festival (http://www.garage-g.de).

Kontakt:
riedel[AT]radio-copernicus.org ( replace [AT] with @ )