Sonntag, 4. November 2018, 23:03 - 00:00, Ö1

[ ENGLISH ]

RADIOKUNST - KUNSTRADIO



transpeditionen
20 Jahre iftaf (institut für transakustische forschung)
Eine Radiokunst - akustische Vermessung der Stadt Wien aus vier verschiedenen Bewegungsperspektiven.


Von März bis Oktober 2018 veranstaltete das institut für transakustische forschung zur Feier seines 20-jährigen Bestehens vier öffentliche Expeditionen innerhalb Wiens, um in diesen Außenposten das Forschungsfeld der Transakustik weiter zu umkreisen.

In Anlehnung an die künstlerische Forschungsmethode und Veranstaltungsreihe „hearings“ wurden heterogene Beiträge aus Kunst und Wissenschaft kombiniert. Das klassische immobile Setting des Hör- oder Konzertsaals wurde in Bewegung versetzt, Feldforschung anstelle von Laboruntersuchungen und White-Cube-Ausstellungen.

Die Stadt Wien (mit ihren akustischen, architektonischen, geographischen und sozialen Gegebenheiten) spielte die Hauptrolle in dieser Versuchsanordnung. Sie war sowohl Gegenstand als auch Determinante des Prozesses anhand dessen die transakustische Psychogeografie er-fahren wurde.

Das Vertraute wurde zur terra incognita erklärt, die Expedition in das so entstandene Unbekannte eröffnete neue Perspektiven und Deutungsmodelle. Die Mobilität unterstützte dabei die konsequente Verfolgung der unfassbaren und sich ständig verändernden Idee der Transakustik, die transpeditionen fungierten als unerfüllbare Versuche, den Ereignishorizont zu erreichen.

Zusätzlich zu Gastbeiträgen von eingeladenen externen Spezialisten und Spezialistinnen - Vorträge, Performances, musikalische und künstlerische Interventionen und Versuchsanordnungen - wurden auch von Institutsangehörigen transakustische Experimente durchgeführt. Die vier transpeditionen wurden dokumentiert und bilden so die Grundlage für weitere Verwertung und Theoriebildung im Rahmen der transakustischen Forschung.

Die „Zeit-Ton“ – Redakteurin Susanna Niedermayr hat das gesamte Projekt mit dem Mikrophon begleitet. Vorliegende Ö1 Radiokunst-Kunstradio-Sendung basiert auf ihren Feldaufnahmen sowie auf weiterem akustischen Material, das vom institut für transakustische forschung im Rahmen der transpeditionen gesammelt wurde - zu Lande und zu Wasser, individual und öffentlich.

  • #1 transpedes 21. Mai 2018 (zu Fuß zur Jubiläumswarte)
  • #2 transvelo 21. Juni 2018 (mit dem Rad zum Rückhaltebecken Auhof)
  • #3 transnavis 21. August 2018 (mit Booten auf der Alten Donau)
  • #4 transbim 21.Oktober 2018 (mit der Straßenbahn zwischen Ring und Gürtel)
Feldaufnahmen:
Susanna Niedermayr (Ö1)

externe SpezialistInnen:
Cordula Bösze, Alfred Stohl, Ulla Rauter, Gerald Straub, h9, Thomas Grill, Peter Brandlmayr, z.b.: ?, Frans Poelstra, Stefan Voglsinger, .aufzeichensysteme, Peter Kozek, eSeL, Oliver Hangl, Christine Schörkhuber

institut für transakustische forschung:
Matthias Meinharter, Jörg Piringer, Ernst Reitermaier

Link:
iftaf