KUNSTRADIO


ARS ELECTRONICA 89
RADIOKUNSTNACHT LIVE


"Media-Landscape-Europe"
von Radio Subcom



""Wir verstehen unser Projekt kontrapunktiv zu dem, was in der Medienkunst und auch auf der Ars Electronica aktuell aber auch im allgemeinen passiert." Radio SubCom fuhr von Stadt zu Stadt um ihre Medientheorie in die Wirklichkeit umzusetzten: "Solange die primitivsten Kommunikationsmittel nicht frei zugänglich sind, ist es ein Irrsinn über Medienkunst zu sprechen. Wenn man nicht bereit ist, mit der Medienwirtschaft zu kooperieren, geht man auf den Schrottplatz, sucht sich elektrotechnische und elektronischen Bestandteile und ein billiges Fahrzeug und macht sich auf zum physischen networking - von Stadt zu Stadt. Das globale Dorf, die weltweite Vernetzung ist noch nicht realisiert und bis dahin sind wir darauf angewiesen, mit einem alten Bus durch die Gegend zu fahren und so unser Netzwerk herzustellen." Das Projekt von Radio SubCom im Foyee des Brucknerhauses war Ausdruck dieses physischen Netzwerkes. Es war eine halb-fiktionale, belebte Medienlandschaft, die diesen Gedankenkomplex verdeutlichen sollte und vielleicht war es die Grenze der individuellen Vernetzung. Radio SubCom hat eine Telfonzelle umfunktioniert in ein public radio: mit einem kleinen Radiosender, einem Mikrophon, zwei Tapeplayern und einem kleinen Mischpult. Jeder konnte in dieser öffentlichen Radiotelefonzelle sein eigenes Radio machen, sodaß dieses Projekt auf der Ars Electronica zur Darstellung der Utopie einer individuellen und medialen Kommunikation wurde. Die Radiotelefonzelle wurde somit aber auch zu einem medienpolitischen Statement für eine individuelle Sendemöglichkeit, die leicht zugänglich und billig ist.

Weitere Arbeiten von Radio Subcom sendete das ORF-Kunstradio 1989 "Europareport 1" und 1991 "Europareport 2" .

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1989 CALENDAR 2